Eine Auswahl meiner bisherigen Arbeiten:

Blitze

Blitze

Blitze zu fotografieren bedeutet vor allem, die richtige Position zum Gewitter zu finden. Zum einen muss man sich passend positionieren, um die Blitze zu sehen, zum anderen den nötigen Abstand halten, um sich nicht in Gefahr zu bringen. Zugrichtung, Geschwindigkeit und mögliche Neubildungen müssen kontinuierlich beobachtet werden, damit man nicht ungewollt in den Kern gerät. Hinzu kommt die reale Gefahr eines Blitzschlags. Auch mehrere Kilometer vor oder neben einer Zelle können Entladungen auftreten. Eine besondere Herausforderung sind Blitze am Tag, denn anders als nachts lassen sie sich nicht über klassische Langzeitbelichtung erfassen. Hilfreich sind Trigger, die auf Blitze reagieren und die Kamera automatisch auslösen.

Polarlichter über Deutschland & Dänemark

Polarlichter über Deutschland & Dänemark

Polarlichter entstehen, wenn geladene Teilchen der Sonne auf unsere Atmosphäre treffen. Wir befinden uns aktuell (2024–2026) im Maximum des elfjährigen Sonnenzyklus, weshalb sie in Deutschland häufiger sichtbar sind. In unseren relativ südlichen Breiten dominieren rosa und rötliche Töne. Die geladenen Teilchen dringen in großer Höhe in die Atmosphäre ein und regen Sauerstoffatome an. Angeregter Sauerstoff in großer Höhe strahlt dabei rotes Licht aus, während Grün bei uns nur bei sehr starken geomagnetischen Stürmen auftritt. Polarlichtfotografie bedeutet oft stundenlang draußen zu stehen, sehr oft auch ohne Erfolg. Dank empfindlicher Kamerasensoren lassen sich jedoch auch schwache Lichter einfangen.

Sonnenaufgänge & -untergänge

Sonnenaufgänge & -untergänge

Die gelben, roten und orangenen Töne bei Sonnenaufgänge und -untergängen entstehen, wenn das Licht der tiefstehenden Sonne auf die Atmosphäre trifft. Besonders spannend wird es, wenn Wolken im Spiel sind, die das Licht streuen und reflektieren. Die Färbung entsteht vor allem durch den langen Weg des Sonnenlichts durch die Luft. Kurzwellige Blautöne werden dabei mehr gestreut, wodurch langwellige Rottöne dominieren. Für mich sind Sonnenaufgänge und -untergänge weniger Zufall als das Ergebnis sorgfältiger Beobachtung der Wolken und von Satellitenbildern.

Mammatuswolken

Mammatuswolken

Wer mich in einem Podcast gehört hat, kennt unseren internen Namen für diese berüchtigten Wolken. Mammatuswolken sind beutelartige Ausstülpungen an der Unterseite von Wolkenfeldern. Sie entstehen meist im Zusammenhang mit kräftigen Gewittern, können sich aber grundsätzlich an nahezu jeder Wolke bilden. Das besondere Erscheinungsbild entsteht durch komplexe Strömungsprozesse innerhalb der Wolke, die noch nicht vollständig verstanden sind. Bei tiefstehender Sonne kommen ihre runden Strukturen besonders plastisch zur Geltung. Mammatus wirken oft bedrohlich, sind jedoch kein sicheres Zeichen für ein unmittelbar bevorstehendes Unwetter.

Böenfronten

Böenfronten

Eine Böenfront markiert die Vorderkante der ausströmenden Kaltluft eines Gewitters. Sie entsteht, wenn abkühlende Luft am Boden auseinanderfließt und warme Luft davor anhebt. Häufig bildet sich dabei eine markante Wolkenkante, die sich wie eine Walze über die Landschaft schiebt. Winddrehungen, Temperaturstürze und aufgewirbelter Staub können ihr Auftreten begleiten. Eine Böenfront kündigt oft kräftige Windböen und Starkregen an, sodass besondere Vorsicht geboten ist.

Regen, Fallstreifen & Virga

Regen, Fallstreifen & Virga

Schauerwetter entsteht meist bei labiler Luftmasse, wenn sich durch Sonneneinstrahlung einzelne Quellwolken bilden. Anders als bei organisierten Gewittersystemen sind diese Zellen kleinräumiger, kurzlebiger und schwerer vorherzusagen. Typisch sind klar abgegrenzte Niederschlagskerne, die sich als Fallstreifen deutlich vom übrigen Himmel absetzen. Je nach Sonnenstand entstehen starke Kontraste zwischen dunklem Schauer und aufgehellter Umgebung. Fallstreifen können zudem Hinweise auf trockene Luft in tieferen Schichten geben. Verdunstet der Niederschlag teilweise und erreicht den Boden nicht, spricht man von Virga-Wolken.

Regenbögen

Regenbögen

Regenbögen entstehen, wenn Sonnenlicht auf Wassertropfen trifft und dabei gebrochen sowie reflektiert wird. Die Lichtbrechung teilt das Licht in seine Farben, sodass der typische Bogen sichtbar wird. Sonne und Regen müssen dabei richtig stehen: Die Sonne im Rücken, der Regen in entgegengesetzter Richtung. Der Sonnenstand entscheidet über die Höhe des Regenbogens. Bei tiefstehender Sonne kann man manchmal sogar einen roten Regenbogen sehen.

Halos

Halos

Halos entstehen durch Brechung und Reflexion von Licht an Eiskristallen in hohen Wolken. Je nach Form und Ausrichtung der Kristalle zeigen sich Ringe, Bögen oder Lichtsäulen um Sonne oder Mond. Voraussetzung sind meist dünne Schleierwolken in großer Höhe, aber auch bei Eisnebel können Halos auftreten. Manche Erscheinungen sind deutlich und klar abgegrenzt, andere wirken zart und flüchtig. Ihre Farben entstehen ähnlich wie beim Regenbogen, sind jedoch oft pastellartiger. Halos erfordern Aufmerksamkeit, da sie sich innerhalb weniger Minuten verändern oder verschwinden können.

Nebel

Nebel

Nebel entsteht, wenn feuchte Luft abkühlt und die Luftfeuchtigkeit stark ansteigt. Dabei kondensieren Wassertröpfchen und reduzieren die Sicht. Bodennebel tritt häufig in Senken oder Tälern auf, während dichte Nebelfelder sich über größere Flächen ausbreiten können. Besonders reizvoll ist es für mich, wenn nur noch Bergspitzen aus dem Nebel ragen.

Dampfendes Wasser

Dampfendes Wasser

Dampfendes Wasser entsteht, wenn warme Luft über kälteres Wasser strömt, dabei abkühlt und kondensiert. Besonders sichtbar wird es bei niedrigen Außentemperaturen und frühmorgendlichem Licht. Unterschiedliche Windrichtungen und Temperaturunterschiede verändern die Form des Dampfes ständig. Entscheidend für die Sichtbarkeit ist die Position zum Licht.

Schnee

Schnee

Schnee verändert Landschaften auf besondere Weise. Bei Nebel oder Wolken wirkt Schnee reduziert und ruhig. Details verschwinden, Licht wird weich gestreut und die Landschaft bekommt eine grafische, fast minimalistische Wirkung. Bei Sonne entstehen klar definierte Schatten und Texturen, die die Struktur von Hügeln, Bäumen oder Eisflächen sichtbar machen. Helle Schneeflächen reflektieren Licht stark, sodass Belichtung und Kameraposition entscheidend sind, um die Szene realistisch einzufangen.

Frost

Frost

Frost entstehen, wenn feuchte Luft auf sehr kalte Oberflächen trifft und das Wasser direkt als Eis anlagert. Häufig bildet es sich an Bäumen, Sträuchern oder Geländern. Kommen Nebel und Minustemperaturen zusammen, entsteht Raueis, das feine Nadeln, Kristallflächen oder frostige Muster bildet.

Haareis

Haareis

Pilze im Holz bewirken, dass Wasser aus dem Holz gedrückt wird. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt entstehen extrem dünne Eisfäden, die filigrane Strukturen wie Haare bilden. Durch Fotografie werden Details sichtbar, die man sonst kaum wahrnimmt. Kleine Bewegungen durch Wind, Berührungen oder das erste Sonnenlicht zerstören die Formen in kürzester Zeit.

Gefrorene Seifenblasen

Gefrorene Seifenblasen

Gefrorene Seifenblasen entstehen, wenn die Temperatur deutlich unter Null fällt und die Blase aus Seifenlauge auf einem kalten Untergrund gefriert. Dabei bilden sich oft feine Kristallmuster, die das Licht brechen. Die Blasen halten nur kurze Zeit, bevor sie platzen oder vollständig gefrieren. Etwas Zucker in der Seifenlauge erhöht die Stabilität. Geduld und Experimentieren sind notwendig, um die Kristallstrukturen optimal einzufangen. Perspektive, Hintergrund und Lichtwinkel bestimmen, wie gut die Muster zur Geltung kommen.

Schneeflocken

Schneeflocken

Schneeflocken entstehen, wenn Wasserdampf in kalter Luft direkt zu Eis kristallisiert. Temperatur und Luftfeuchtigkeit bestimmen dabei ihre Form. Jede Flocke besitzt eine eigene, symmetrische Struktur aus feinen Ästen und Kristallarmen. Der Kontrast zwischen filigranem Eis und dunklem Hintergrund lässt die Details besonders gut sichtbar werden. Schneeflocken sind extrem vergänglich: Ein Hauch von Wärme oder eine leichte Berührung genügt, um ihre Struktur zu zerstören.

Wind

Wind

Wind selbst ist unsichtbar und zeigt sich nur durch seine Wirkung. Bewegte Zweige, ziehende Wolkenfelder oder aufgewirbelter Schnee und Staub machen ihn sichtbar. Seine Stärke reicht von einer kaum spürbaren Brise bis zu stürmischen Böen. Für die Fotografie kann Wind sowohl Herausforderung als auch Gestaltungselement sein.

Leuchtende Nachtwolken

Leuchtende Nachtwolken

Leuchtende Nachtwolken entstehen in der Mesosphäre und bestehen aus feinen Eiskristallen, die das Sonnenlicht reflektieren. Die Sonne muss in einem bestimmten Winkel unter dem Horizont stehen. In Mitteleuropa sind sie nur in den Sommermonaten sichtbar, meist zwischen Ende Mai und Anfang August. Das OSWIN-Radar gibt Hinweise, ob tagsüber entsprechende Eiskristalle vorhanden waren. Abends und nachts sind jedoch keine Messungen möglich, sodass man nur den Horizont beobachten kann. Diese Wolken bieten filigrane Strukturen und wunderschöne Farben, die sich erstaunlich schnell bewegen.

Astro

Astro

Astrofotografie erfordert vor allem Planung, Geduld und die Wahl eines möglichst dunklen Standorts. Neben dem Wetter spielt auch die Mondphase eine entscheidende Rolle. Außerdem gilt: gutes Wetter ist nicht gleich gutes Wetter. In der Astrofotografie ist Seeing das Zauberwort. Für Deepsky-Aufnahmen kommt ein Teleskop mit Montierung zum Einsatz, für Sonnenaufnahmen ist ein entsprechender Schutzfilter unerlässlich. Die Milchstraße lebt von absoluter Dunkelheit auch in größerer Entfernung. Kometen hingegen sind kurzzeitige Besucher, deren Position und Helligkeit sich täglich ändern.

Wolken Close Up

Wolken Close Up

Wolken im Detail zu fotografieren bedeutet, Strukturen sichtbar zu machen, die im Gesamtbild oft untergehen. Türmende Quellwolken, feine Verwirbelungen oder scharf abgegrenzte Wolkenkanten erzählen viel über die Dynamik der Atmosphäre. Licht und Schatten spielen eine zentrale Rolle. Im Close-Up wirken Wolken fast wie Landschaften aus Watte. Besonders interessant sind außergewöhnliche Formen oder Farben, wie bei irisierenden Wolkenerscheinungen.

weiter Wetterimpressionen

weiter Wetterimpressionen

Nicht jedes Wetterereignis lässt sich klar einordnen. Oft sind es kurze, unscheinbare Momente zwischen zwei Fronten oder kleine Details am Rand eines Systems, die eine besondere Stimmung erzeugen. Lichtstrahlen durch aufreißende Wolken, einzelne Schauer über einer sonst ruhigen Landschaft oder diffuse Stimmungen vor einem Wetterumschwung gehören dazu. Diese Impressionen entstehen häufig spontan und erfordern Aufmerksamkeit für Veränderungen am Himmel. Gerade das Flüchtige macht ihren Reiz aus. Sie sind nicht planbar, sondern das Ergebnis genauer Beobachtung.


 
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